Hauptsache Urlaub

Aber wenn man im Urlaub sitzt, fallen einem manchmal Sachen ein…

Da war zum Beispiel mal der Dr. Paul, einer dieser Dres. die den ganzen lieben langen Tag am meckern und beschweren sind. Und Dr. Paul hatte bemerkt, das einer seiner Kollegen, der Dr. Lüdenscheid, sich einen Palm hatte kaufen lassen, auf Firmenkosten natürlich. Kurz darauf Knappe 5 Jahre später ist es wohl langsam in seinem Gehirn angekommen „So was brauch ich auch.“

Gesagt getan.

Ich: EDV, wie darf ich Ihnen heute den Tag versüßen?

Er: Paul, guten Tag. Ich wollte mal anfragen, wie das ist, wenn man so einen Palm haben möchte.

Ich: Inzwischen ganz schlecht, so etwas wird quasi gar nicht mehr benutzt, so genannte Smartphones oder Blackberrys sind da aktueller, die vereinen Telefon und Taschencomputer.

Er: Nein, so etwas will ich nicht, ich sagte doch Palm.

Ich: Das sehen die Firmenrichtlinien nicht mehr vor, aber wir haben sogar eine kleine Abteilung in der Zentrale, die nur für Blackberrys und Applikationen dafür verantwortlich sind.

Er: Nein, hören Sie doch, ich will einen Palm. Machen Sie sich da mal schlau für mich *klick*

Ein kurzer Anruf in der Zentrale ergab: Er darf sich kaufen was er will, Support und Anwendungen nur für BBs.
Wieder am Tel:

Er: Paul, guten Tag.

Ich: Also ich habe mich informiert, sie können sich kaufen was sie wollen, aber wenn sie sich einen Palm kaufen gibt es dafür keinen Support, keine Hilfe und keine Anwendungen. Sie bekommen höchstens den Treiber installiert und das wars.

Er: Ja gut, damit kann ich leben.

Also hat er sich den aktuellsten Palm bestellt und war erstmal glücklich. Das Ding wurde geliefert, ich habe die Software installiert, sprach „Viel Spaß“ und war weg.

*30 Min später am Tel*

Er: Paul, guten Tag.

Ich: Hallo, wie kann ich helfen? *ich ahnte böses*

Er: Ja mein neues Gerät, das Sie mir hier aufgebaut haben, wie funktioniert denn das?

Ich: Wie gesagt, ich habe noch nie einen Palm in der Hand gehabt und es gibt von unserer Seite auch keinen Support dafür, lesen Sie das Handbuch, die EHrstellerseite, Foren, Google, aber damit müssen Sie alleine klarkommen.

Er: *beleidigt* Aha

*60 Min später, der nächste Anruf*

Er: Ja der Dr. Müller, der hat auf seinem Blackberry das Firmen-Telefonbuch und kann damit direkt Leute anrufen, machen Sie mir das bitte auf den Palm.

Ich: Wie gesagt, sie wollten kein Smartphone und keinen Blackberry, also haben Sie auch keinen, geht nicht.

Er: *beleidigt* Tschüss

*weitere 5 Minuten später*

Anruferin von unserem zentralen Helpdeskt: „Ja hi, der Dr. Paul hat angerufen und gesagt du weigerst dich ihm zu helfen und ich wollt mal nachfragen, was da los ist?“

Ich: „AAAAAAHHHHHHHHHHHH“

Und so ging das noch Monate….

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~ von edge0815 - 13. Mai 2008.

6 Antworten to “Hauptsache Urlaub”

  1. Wie war das nochmal mit den Paragraphen? 1. Ich habe immer Recht. 2. Sollte ich mal nicht recht haben, tritt § 1 in Kraft? Es gibt einfach Leute, die wollen sich nicht helfen lassen.

  2. ich hoffe du bist ruhig geblieben ;D …

  3. Solche Leute nennt man einfach merkbefreit.

    Die sind davon befreit zu merken, wie dämlich sie sind.

  4. Das ist ja wie bei mir in der Firma 🙂
    Wo arbeitest du denn? Großes deutsches Telekommunikationsunternehmen?

  5. @s0d „Großes deutsches“ stimmt 😉

  6. Ich habe auch immer wieder Freude an Blackberry-Usern, die absolut keine Ahnung von dem eigenen Gerät haben und voraussetzen, daß ich jede Frage beantworten kann, da ich das Handbuch natürlich von jedem Modell auswendig kann 🙂

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