Internetz? Sperren!

via Datenschutz-Blog:

„Wie können wir verhindern, dass deutsche Internetbenutzer auf ausländische Seiten gehen.“

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries

Hauptsache mal wieder Gesetze in die Welt setzen, die Reaktionär, Populistisch und Nutzlos sind. Aber vor allem das Problem verschieben, anstatt es zu lösen. Wie das nun mal heutzutage üblich ist.
Denn wer Kinderpornographie haben will, der bekommt sie auch mit einem Filter, und Netzsperren zu umgehen ist da der geringste Aufwand. Und vorallem, was macht man, wenn es jemand Falschen* trifft?

Auch interessant zu dem Thema:

Lawblogger Udo Vetter – Die Legende von der Kinderpornoindustrie

Auszug:

Lassen wir aber jene beiseite, die unschuldig verdächtigt werden. Nehmen wir nur die Internetnutzer, bei denen tatsächlich Kinderpornos auf Datenträgern gefunden werden. Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazu gekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt.

Alle, ich wiederhole, alle haben die Kinderpornos aus Tauschbörsen, Newsgroups, Chaträumen, Gratisbereichen des Usenet oder aus E-Mail-Verteilern. Manche kriegen es auf DVD, ganz normal mit der Post.

*in Australien gesperrt.

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~ von edge0815 - 25. März 2009.

2 Antworten to “Internetz? Sperren!”

  1. Als ich heute Morgen im Radio hörte, dass der Bundestag über die Sperrung von Kinderpornographie im Internet beraten will, musste ich fast lachen:
    Die Mitglieder des Bundestags also, von denen die wenigsten wissen, wie das Internet funktioniert, wollen beraten, wie man in diesem Internetdingens irgendwas regeln kann… 🙄

  2. …es ist einfach nur pervers, dass für den Wahlkampf wirklich alles herhalten muss. Da werden Provider an den Pranger gestellt, die nicht jedem Mist hinterrennen….mal gespannt, wann sich der Wahlkampf auf Inhalte konzentriert. Einfach nur arm, dass man für jeden Scheiss ein Gesetz in die Welt wirft, gerade dann, wenn es sich so leicht umgehen lässt wie diese Sperren. Denn niemand landet „zufällig“ auf einer Kinderporno Seite, wie die Frau Ministerin so erzählt.

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